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Teilnahme / Bedingungen

Hier nun das Regelwerk, dass für alle Teilnehmer des Turnieres verbindlich ist.


BATTLE OF THE NATIONS / SCHLACHT DER NATIONEN

Die international genormten Regel für Vollkontaktkämpfe in historischer Rüstung.


GENERELLE REGELUNGEN

für internationale Vollkontaktkämpfe in historischer Rüstung (englisch – Historical Medieval Battles, kurz HMB)

Vollkontaktkämpfe in historischer Rüstung (HMB) – sind als sportliche Wettkämpfe unter Verwendung von historisch argumentierbaren* Repliken von Rüstung und Waffen welche im Mittelalter verwendet wurden und speziell für den Vollkontaktkampf ausgelegt sind. HMB werden als Vollkontaktkämpfe gehalten und können in unterschiedlichen Disziplinen, mit verschiedener Anzahl an Kämpfenden, sowie unter verschiedenen taktischen Bedingungen abgehalten werden. Das Konzept der HMB umfasst alle Arten von Kämpfen unter der Verwendung von historischen argumentierbaren Ausrüstungen des Mittelalters: historisches Fechten, Buhurte, Nahkampf- und Kämpfe in Kleingruppen, Massenfeldschlachten, Profi-Kämpfe, Duelle, etc.

* „Historisch argumentierbar“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Ausrüstung (Rüstung und Waffen) sich in ihrer Form, Material und Herstellungsart nicht oder nur geringfügig von den im Original im Mittelalter verwendeten Ausrüstungen unterscheiden.


1.1. HMB sind in als Vollkontaktkämpfe in unterschiedlichen Disziplinen mit verschiedenen taktischen Bedingungen für Sieg und Niederlage und unterschiedlichen Reglementierungen, je nach Art der Veranstaltung, abzuhalten. Die Liste der erlaubten und verbotenen Techniken sind für alle Disziplinen die selben.

1.2. Alle HMB werden unter Aufsicht und Kontrolle einer Gruppe von Schiedsrichtern durchgeführt. Die Schiedsrichter-Gruppe besteht aus dem Feldmarschall (Hauptschiedsrichter), sowie 2 bis 4 Feldschiedsrichtern und Linienmännern. Die Aufzeichnungen der Kämpfe werden von einem Sekretär geführt. Im Falle von Uneinigkeit innerhalb des Schiedsrichterkollegiums hat die Entscheidung des Feldmarschalls Vorrang.

1.3. Die HMB können nach allen Regulierungen und Turniermodi abgehalten werden.

1.4. Um an einem HMB teilnehmen zu können, hat der Kämpfer das 18. Lebensjahr vollendet zu haben und muss in Folge die Akkreditierung und Erlaubnis des technischen und historischen Komitees vor Kampfbeginn einholen.

1.5. Sämtliche Waffen, welche historische Vorbilder aufweisen und damit historischer argumentierbar sind, sowie den historischen und technischen Vorgaben des Turniers entsprechen und von dem historischen und technischen Komitee abgesegnet sind, dürfen verwendet werden.

Humanisierung von Waffen

1.5.1. Sämtliche Klingen- und Stabwaffen haben abgerundete Spitzen mit einem Radius nicht kleiner als ein 1 Euro-Stück aufzuweisen. Eine solche abgerundete Spitze ist notwendig für jede Waffe, die man bei Vollkontaktkämpfen in historischer Rüstung verwendet möchte.

1.5.2. Schlagkanten aller Waffen haben eine Breite von mindestens 2 mm aufzuweisen. Es dürfen keine scharfen Grate oder Kanten an den Klingen sein.

1.5.3. Die Kanten von Schilden haben mit Leder von mindestens 3-4 mm Stärke überdeckt zu sein.

Nur Stahlschilde wie Buckler oder geschmiedete Rundschilde, sowie vergleichbare dürfen eine Stahlumrandung haben.
Wichtig: Frontale Schläge mit der Kante eines Stahlschildes sind verboten.
Die Bestimmungen und Auflagen für die Zulassung einer Waffe zum HMB kann durch den Veranstalter verschärft werden um die Sicherheitsauflagen zu erfüllen.

1.6. Sämtliche Waffen und Rüstungsteile haben durch das technisch-historische Komitee, welches eigens für jede Veranstaltung eigens zusammengestellt wird, abgenommen zu werden. Während der Veranstaltung haben sich die Kämpfer um den Zustand ihrer Rüstungen zu kümmern.

1.7. Die Liste der erlaubten Waffen und die zugehörigen technischen Voraussetzungen:Gewicht (maximal zulässiges Gesamtgewicht einer Waffe in einsatzbereitem Zustand, Toleranz + 50g).

Klingenwaffen

1.7.1. Einhandschwerter, Säbel, Breitschwerter – Maximalgewicht 1.600 g

1.7.2. Falchions – 1800 g

1.7.3. Anderthalbhänder (Gesamtlänge bis 1.400 mm), Schwerter, Säbel, Breitschwerter - Maximalgewicht 2.500g

1.7.4. Zweihänder XIV – XV Jhd. Maximalgewicht 3.500g

Stangenwaffen

1.7.5. Einhändig: Äxte – Maximalgewicht 1.400g; Streitkolben und Byzantinische Streitkolben – Maximalgewicht 1.000g.
Wichtig: Für Äxte gilt eine Mindestlänge der Schneide von 7 cm!!!
Wichtig: Für Steitkolben: Steitkolben dürfen ausschließlich auf Holzgriffen montiert sein, und keine Spitzen oder scharfen Kanten aufweisen!

1.7.6. Anderthalbhänder: Äxte, Mordäxte und ähnliche Waffen (mit einer Maximallänge von 1m) – Maximalgewicht 2.300g

1.7.7. Zweihänder: Hellebarden und ähnliche Waffen (mit einer Mindestlänge von 1400 mm) – Maximalgewicht 3.000g
Schwerere Waffen, sowie sämtliche Waffen die speziell zum Stechen gedacht waren, dürfen im HMB nicht verwendet werden.

1.8. Zugelassen sind alle Rüstungen, welche historischen Vorbildern bzw. Vorlagen im Zeitraum vom XIII bis XVI Jahrhundert entsprechen. Die Rüstungen haben aus authentischem Material hergestellt zu sein, sowie eine entsprechende Materialstärke aufweisen, um sie als Schutzausrüstung zu qualifizieren, und müssen optische den historischen Vorlangen entsprechen. Alle Rüstungsteile haben ausnahmslos den technischen Voraussetzungen zu entsprechen.

Technische Voraussetzungen für Rüstungen:

1.8.1. Der Kopf eines jeden Kämpfers muss mit einem Helm aus Metall geschützt sein, welcher eine Mindeststärke von 2 mm aufweist.

1.8.2. Der Helm muss entweder mit einer festen Polsterung oder einer dick gestopften Polsterhaube ausgestattet sein, jeweils mit einer Dicke von mindestens 3 cm. Der Helm kann ebenso mit einer Kombination aus Lederspinne und Polsterhaube getragen werden – hierbei muss die Polsterhaube nur noch eine Mindestdicke von 1 cm aufweisen.

1.8.3. Der Körper des Kämpfers hat mit einem Lamellenpanzer (Coat of Plates, Brigantine,…) oder einem vernieteten Kettenhemd geschützt zu sein.

1.8.4. Unter der Rüstung hat jeder Kämpfer entsprechend gepolsterte (Schutz-)Kleidung zu tragen (z.B. Gambeson, Wolldoublet,…) welche den gesamten Torso bedeckt bzw. kann die Polsterung auch in der Rüstung integriert sein.

1.8.5. Der Nacken des Kämpfers hat verpflichtend mit einem Stahlelement geschützt zu sein. Bei der Verwendung von Kettengeflechten als Nackenschutz ist zu beachten, dass nur vernietete Kettengeflechte zulässig sind und diese auch nur dann, wenn sie mit einem versteckten Stahlelement kombiniert werden. Das Genick muss zusätzlich zu dem stählernen Rüstelement eine Polsterung von mindestens 3cm Dicke aufweisen.

1.8.6. Die Hände des Kämpfers haben mit Handschuhen oder Fäustlingen geschützt zu sein, welche historische Vorbilder aufweisen und damit historisch argumentiertbar sind. Der Handschutz muss aus Stahlelementen gemacht sein oder zu mindest eine Oberfläche aus massivem Kettengeflecht aufweisen. Neben Stahl ist auch die Verwendung von anderen authentischen Materialen erlaubt.

1.8.7. Die Teilnahme an HMB ausschließlich in Polsterung (Gambeson, …) ohne zusätzliche Schutzelemente ist nur in Ausnahmefälle und nur nach spezieller Erlaubnis des Veranstalters genehmigt.

1.8.8. Das gesamte Rückgrat hat mit einem Stahlelement geschützt zu sein, welches verpflichtend mit einer Polsterung mit mindestens 3 cm Dicke (gesteppter oder gestopfter Gambeson, …) unterlegt ist.

1.8.9. Die Schienbeine haben mit Stahl von vorne und der Seite geschützt zu sein, von hinten mit Stahl oder zumindest gestopften oder gesteppten Beinlingen oder Schutzeinlagen.

1.8.10. Die Rüstung muss in jeder Körperposition des Kämpfers auf jedenfall Kopf, Nacken, Wirbelsäule und Gelenke qualitativ hochwertig und ausreichend schützen.

1.8.11. Alle Gelenke haben mit Rüstelementen bedeckt zu sein.

1.8.12. Der Unterleib hat mit entsprechenden Rüstungselementen oder einem verdeckt getragenen Suspensorium geschützt zu sein.

1.8.13. Sämtliche Körperteile haben auch bei fehlenden historischen Vorbildern sicher gerüstet zu sein. In diesem Fall muss auf unsichtbar getragene Rüstungsteile zurückgegriffen werden, welche ebenso aus authentischen Materialien hergestellt sind.
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Ansprechpartnerin für die Burg Kaprun:

MISHA HOLLAUS
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