Facebook
YouTube
YouTube

Geschichte

Die Erbauung der Burg Kaprun wird um das 12. Jahrhundert angenommen, da der Ostturm romanische Kriterien aufweist. 1280 wird der "Turn zu Chaprunne" als Schadenersatz für die Übergriffe der Velber urkundlich genannt. Die Burg dürfte anfangs im Besitz der Grafen Falkenstein oder Peilstein gewesen sein.




  • 1287 - fällt sie an den Erzbischof Rudolf.
  • 1338 - werden die Velben Besitzer, von 1480 bis 1600 ist die Burg Sitz des erzbischöflichen Pflegegerichtes.
  • 1526 - wird die Burg von aufständischen Bauern niedergebrannt.
  • 1600 - baut Josef Hundt von Ainetperg die Burg im heutigen Grundriss aus.
  • 1601 - wird der Pfleger Caspar Vogl, der sich mit den Pinzgauer Bauern solidarisiert, enthauptet.
  • 1645 - besetzen Salzburger Musketiere die Burg. In der Folge scheinen verschiedene Besitzer auf.
  • 1921 - verkauft Fürst Johann II. von Liechtenstein die Burg an den peruanischen Gesandten H. E. Gildemeister.
  • 1984 - erwirbt der Burgverein die Burg und eine intensive Renovierung setzt ein.

     


Chronologie

12. Jh. Die Erbauung der Turmburg wird angenommen, da der Ostturm romanische Kriterien aufweist (Biforium, Fugenstrich, Eckbosssen und Fischgrätenmuster). Die Romanik erreicht unser Land 1100. Wegen ihrer Größe musste die Burg vor der erzbischöflichen Herrschaft -

  • 1228 - erbaut worden sein. Sie dürfte anfangs im Besitz der bayerischen Grafen Falkenstein oder Peilstein gewesen sein. Es gibt aber keine urkundlichen Nachweise darüber.
  • 1280 - verklagt Albero von Walhen seinen Bruder Otto beim Erzbischof Friedrich von Walhen. Der "Turn ze Chaprunne" war ihnen beiden als Schadensersatz für die Übergriffe der Velber eingehändigt worden. Otto verweigerte seinem Bruder aber die Inbesitznahme.
  • 1287 - Erzbischof Rudolf entschied den Streit dahingehend, dass den Kindern des verstorbenen Albero die Baukosten in der Walherhälfte der Burg ersetzt werden sollten. Er begründete das Abkommen damit, dass die Walher dazu beigetragen hätten, die Burg in ein erzbischöfliches Lehen umzuwandeln. Der Anteil Alberos fällt an den Erzbischof, seine Kinder durften aber bleiben.
  • 1292 - Friedrich von Velm (Velben) erhält diesen Teil der Burg zu Lehen.
  • 1330 - verpfändet Otto von Velben seine Burghälfte an den Erzbischof.
  • 1332 - bekommt Ekke von Velben diesen Teil zurück.
  • 1338 - verliert Ortlieb von Wahlen den Walher-Burganteil. Die Velber werden Alleinbesitzer.
  • 1347 - sind die Brüder Chunrat und Hanns von Felben Herren von Kaprun.
  • 1378 - Ulrich der Velber versprach, die Burg dem Erzbischof offen zu halten.
  • 1415 - erhält dessen Tochter Praxedis, verehelichte Puchheim, die Burg zu Lehen.
  • 1416 - vermacht Praxedis von Puchheim mit Erlaubnis des Erzbischofs Eberhard III. die "Veste Kaprun samt Zubehör" ihrem Ehemann Georg und sie bleibt bis
  • 1453 - in seinem Besitz.
  • 1453 - Streit zwischen Erzbischof Siegmund I. und Ritter Jörg von Ungnad, dem Vormund der Puchheimerischen Kinder. Das Schiedsgericht entscheidet zugunsten der Kinder.
  • 1465 - Diese wirtschaften schlecht und borgen sich vom Erzbischof 6000 und 4000 Dukaten aus.
  • 1480 - löst Erzbischof Bernhard das ganze Lehen des Schlosses Kaprun um 11.000 Dukaten ein, inbegriffen jene 10.000 geborgten Dukaten. Von da an war die Burg Kaprun bis 1600 Sitz des erzbischöflichen Pflegegerichts.
  • 1490 - Der erste Pfleger, Wilhelm Ramseider, residiert auf der Burg.
  • 1499 - Es folgen Erasmus Ramseider und Ernst Ramseider.
  • 1510 - kommt Hans Diether zu Schedling. Er war auch Landeshauptmann. Er stirbt 1562.
  • 1526 - wird die Burg von aufständischen Bauern gestürmt und niedergebrannt, die Wiederinstandsetzung folgt unmittelbar danach. # 1560 - erbauten die Pfleger D. u. B. Schedling die Schlosskapelle zum hl. Jakob.
  • 1565 - Balthasar Schedling ist Pfleger bis zu seinem Tod 1586.
  • 1574 - Diese Jahreszahl fand man über dem Burgtor.
  • 1599 - Letzter Pfleger auf der Burg ist Josef Hundt von Ainetperg zu Dorf und Rettenwert.
  • 1600 - baut er die Burg im heutigen Grundriss aus.
  • 1601 - wird er abgesetzt und Caspar Vogl wird Pfleger, seine Residenz ist aber bereits im Rosenbergschlössl in Zell am See. Da er sich mit den Bauern des Pinzgaus solidarisiert, wird er zum Erzbischof beordert und dann enthauptet. Ab diesem Zeitpunkt wird das Schloss teilweise verpachtet, teilweise residiert der Unterwaldmeister.
  • 1635 - erwirbt der Lederer Georg Perner das Schloss und richtet eine Ledererwerkstatt ein.
  • 1640 - kauft Hans Schranz und Maria Gaispichlerin die Burg.
  • 1645 - Zillertaler Aufstand: Salzburger Musketiere besetzen die Burg. Erzbischöfliche Truppen (bis zu 300 Mann) wurden bei Kriegsgefahr nach Kaprun verlegt.
  • 1675 - erbt die Tochter Gertraud Schranzin die Burg und verkauft diese an den Lederer Georg Thanner.
  • 1691 - kauft Simon Mayr die Burg um 480 Gulden, anschließend hausen nur mehr die Waldmeister in der Burg.
  • 1714 - muss das Rondell zwischen den Toren saniert werden.
  • 1726 - findet die Sanierung des Schlosszwingers und der Ringmauer über der Grabenbrücke statt.
  • 1812 - Die Burg wird durch die bayerische Regierung an den Revierförster Markus Rohrhardt versteigert. Danach scheinen folgende Besitzer auf:
    • 1822 - dessen Tochter Maria und ihr Mann Peter Höller.
    • 1840 - deren Sohn Peter Höller
    • 1849 - Gattin Maria Pichler zur Hälfte
    • 1850 - Theresa Höller
    • 1852 - Josef Jud, Wasenmeister in der Schmitten
    • 1852 - Jakob Lechner
    • 1858 - Franz Egger
    • 1859 - Georg Seilinger
    • 1862 - Mathias Tanzberger
  • 1871 - Anna Tanzberger durch Einantwortung: dazu lautet die Beschreibung "Das vormalige Pflegschloß Kaprun samt Getreidekasten, Pferd- und Viehstallungen, dann rinnendem Brunnen, drey Kellern, einem Baumgarten unter dem Schloße mit 1 Stadl, einem kleinen Wurzgärtl an der Schlossmauer inner dem Thore und einem Fischteich samt Umrainen."
  • 893 - kauft Fürstin Sophie Löwenstein das "Schloßbauerngut Chaprun". Sie wollte das Schloss instand setzen, dazu kam es aber nicht mehr.
  • 1920 - Ab diesem Datum gehört die Burg zu Schloss Fischhorn.
  • 1921 - verkauft Fürst Johann II. von Lichtenstein die Burg (samt Fischhorn) an den peruanischen Gesandten Heinrich Gildemeister. Nach dessen Tod übernehmen die Erben, seine beiden Töchter Frau Klein und Frau Gildemeister, den Besitz.
  • 1945 - dient ein Teil der Burg im 2. Weltkrieg als Notquartiere für Soldaten und das Verlies als Arrestzelle.
  • 1947 - ist das letzte Dach eingefallen, die Burg wird dem Verfall preisgegeben.
  • 1949 - Absturz der nördlichen Außenmauer.
  • 1975 - Mit Bewilligung der Eigentümer (Gildemeister) und im Hinblick auf das Denkmaljahr wird mit der Sanierung begonnen: Ostturmkrone, neue Brücke, neue Bastion vor dem Haupttor, Westturmdachgeschoß, Süderker, diverse Maueröffnungen, Südmauergleiche usw.
  • 1984 - Erwerb der Burg durch den Burgverein. Danach setzt eine intensive Restaurierung der Burg ein.
siehe Burgverein »
nach oben

Ansprechpartnerin für die Burg Kaprun:

MISHA HOLLAUS
Management

Schloßstraße 55
A-5710 Kaprun
Mobil +43 676 5653012


misha.hollaus@sbg.at
burg-kaprun@sbg.at

 

CELLARFOLKS

am 22. Juli 2017 ab 19.30 Uhr
Mehr Infomationen